20 | 05 | 2012

Letzte Sitzung von Verbandsvorsteher Landrat Roger Graef im berufsbildungszentrum Bitburg-Prüm

vv_landrat_graefAuf eine fast 21-jährige Tätigkeit als Verbandsvorsteher beim Zweckverband berufsbildungszentrum Bitburg-Prüm (bebiz) konnte dieser Tage Landrat Roger Graef in seiner letzten Verbandssitzung erfolgreich zurückblicken.
 
 
 
 

 

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(Mitglieder der Verbandsversammlung im Bild v.l.n.r.: Alber Müller, stellv. Geschäftsführer; Christian Clemens, Ass. Geschäftsführung/QMB; Michael Ludwig, Eifelkreis; Norbert Winkelmann, Hwk-Trier; Rainer Hoffmann, Eifelkreis; Landrat Roger Graef, Verbandsvorsteher Eifelkreis; Jörg Scholtes, Geschäftsführer; Marcus Kleefisch, IHK-Trier; Werner Bares, Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg; nicht im Bild: Dirk Kleis und Hermann Zahnen; Mitglieder des Eifelkreises sowie Joachim Thiel von der Metallinnung Westeifel)

 

„Dass die Zeit wie im Flug vergeht, erkennt man mit Blick auf die Entwicklungsgeschichte des bebiz, das im Jahre 1965 als Metall-Lehrwerkstatt seinen Anfang genommen hat. Gut 20 Jahre lang konnte ich den Werdegang dieser Institution als Verbandsvorsteher und Landrat mit verfolgen. Heute ist für mich der Zeitpunkt gekommen, den Stab weiterzureichen und mich von Ihnen allen zu verabschieden. Und ich denke, ich muss mir um die Zukunft des bebiz keine Sorgen machen; es gründet auf soliden Fundamenten" - so der Verbandsvorsteher in seiner Ansprache in der anschließenden Feierstunde mit den Mitgliedern der Verbandsversammlung und der Belegschaft des berufsbildungszentrums Bitburg-Prüm.

 

In den Aufbaujahren nach 1960 war zunächst auf Kreisebene über eine mögliche Initiative nachgedacht worden, die Industrieansiedlung im heimischen, vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Raum zu fördern. Aus diesen Überlegungen heraus wurde 1965 schließlich eine kreiseigene Lehrwerkstätte als überbetriebliche Einrichtung gegründet. Diese bildete Lehrlinge und Arbeiter in Metall verarbeitenden Berufen aus und förderte hierbei maßgeblich das Ausbildungsprogramm der einheimischen Betriebe. Im Laufe der Jahre wurden die Aus- und Weiterbildungsangebote der Metall-Lehrwerkstatt ständig weiterentwickelt. Diesem qualitativ verbesserten Angebot entspricht auch die gestiegene Nachfrage an Ausbildungsplätzen.

 

Dies schlug sich im Jahre 2002 auch in der Umbenennung des Zweckverbandes von Metall-Lehrwerkstatt in berufsbildungszentrum Bitburg-Prüm nieder. Die Namensänderung begründete sich aus der Diversifizierung in weitere Fachbereiche, aber auch um der Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass es bei dieser Einrichtung nicht nur um rein metallverarbeitende Aus- und Weiterbildungsangebote ging.

 

Das berufsbildungszentrum Bitburg-Prüm ist so aufgrund seines modernen, umfassenden und professionellen Ausbildungsangebotes längst zum unverzichtbaren Partner von Berufsschulen, Unternehmen des Dienstleistungsgewerbes, des Handels, der Industrie, des Handwerks und der Bundesagentur für Arbeit geworden. Mit fast 45 Jahren Erfahrung und 43 Mitarbeitern nimmt es für die Region in vielfältiger Weise wirtschaftsfördernde Aufgaben wahr. In den Bildungszentren in Bitburg und Prüm werden ca. 2,8 Millionen Euro Jahresumsatz erzielt. Das Lehrgangsangebot und die Dienstleistungen sind am Kundenwunsch orientiert und werden ständig ausgebaut.

 

Als weiterer Meilenstein in der Geschichte des Zweckverbandes wurde im Herbst 2009 das hohe Qualitätsniveau des bebiz bestätigt und nach DIN EN ISO 9001:2008 und AZWV zertifiziert - denn, wer für die Wirtschaft ausbildet, muss auch die Qualitätsstandards der Wirtschaft erfüllen und wer in Bildung investiert, fördert die Wirtschaft und Zukunft unserer Region.

 

Der eigentliche Gründungsgedanke, der ursprünglich 1965 Pate stand, ist nach wie vor aktuell. Es ging und geht darum, Lehrlinge und Arbeiter in metallverarbeitenden Berufen qualifiziert auszubilden und damit auch die Industrieansiedlung im Kreisgebiet zu fördern. Natürlich geht das heutige Angebot des bebiz über die klassischen Metallberufe der frühen Jahre weit hinaus. Doch die grundsätzliche Aufgabenstellung ist geblieben, auch wenn sich die Einrichtung immer wieder an veränderte Entwicklungen anpassen und neue Wege gehen musste. Das zeigt schon die Trägerschaft: Neben dem Eifelkreis gehören die IHK Trier, die HwK Trier sowie die Kraftfahrzeug- und Metallinnung zu den Trägern. Zudem ist das bebiz auch Partner der Arbeitsverwaltung - das sind heute die Agentur für Arbeit und die ARGE -, indem es für diese Institutionen Qualifizierungsmaßnahmen durchführt.

 

 „Alles in allem stellt sich für mich die fast 45-jährige Geschichte der Metalllehrwerkstatt bzw. des berufsbildungszentrums Bitburg-Prüm als eine Erfolgsgeschichte dar, die sich sehen lassen kann, auch hat sich seit der Gründung bis zum heutigen Tage die Einrichtung immer selbst finanziert" - führte Verbandsvorsteher Graef weiter aus und dankte für diesen erfolgreichen Werdegang allen, die sich als Lehr- und Führungskräfte während dieser Jahre in hohem Maße engagiert haben, aber auch denen, die auf kommunaler Ebene und bei den Kammern und Innungen mit für die Organisation und die Finanzierung eingestanden haben. Herr Scholtes, der als Geschäftsführer vor gut 8 Jahren eingestiegen ist, hat es geschafft, das bebiz trotz schwieriger Rahmenbedingungen als eine anerkannte berufliche Ausbildungs- und Weiterbildungseinrichtung am Markt zu erhalten und auszubauen.

 

Auch für die Zukunft wünschte Verbandsvorsteher Landrat Roger Graef dem bebiz solch engagierte und ambitionierte Mitstreiter, zum Wohle einer prosperierenden Entwicklung unserer Eifelregion. Web: www.bebiz.de