Im Rahmen einer Feierstunde erhielten die 27 Jungen und Mädchen der 8b der Edith-Stein-
Hauptschule ein Zertifikat über ihre geleistete Arbeit im Berufserkundungsprojekt des
berufsbildungszentrum Bitburg-Prüm (bebiz). Von Beginn des Schuljahres an arbeiteten die
Achtklässler in verschiedenen Fachbereichen an unterschiedlichen Werkstücken um einen
möglichst breit gefächerten Einblick in das Berufsleben zu bekommen. Diese erste reale
Berufserkundung und Berufsorientierung war für viele eine neue Erfahrung und eine
Heranführung an die Arbeitswelt.
"Dies ist bereits die dritte Klasse, die die Möglichkeit hat, an solch einem Projekt
teilzunehmen. Das ist auch nur machbar, weil alle Schüler die Ganztagsschule besuchen",
sagte Jörg Scholtes, Geschäftsführer des bebiz. Denn die durch den Arbeitstag
ausgefallenen Unterrichtsstunden müssen nachgeholt werden - Sie wurden auf die
Nachmittage der restlichen vier Schultage verteilt.
Scholtes lobte besonders Engagement, Pünktlichkeit und Teamgeist der Klasse, denn "das
gehört genauso zum Berufsleben wie handwerkliches Talent." Auch der Rektor der Edith-
Stein-Hauptschule, Günter Weins, äußerte sich zufrieden über die erbrachten Leistungen
und hofft, dass viele der Schüler nach Abschluss der neunten Klasse einen Beruf erlernen,
um schließlich ordentliches Geld verdienen zu können. Zum Ende des vergangenen
Schuljahres konnten 75% der Absolventen eine Ausbildungsstelle aufweisen. Ein
beachtlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass nur gut ein Drittel aller Hauptschüler des
Eifelkreises zum Ende ihrer Schulzeit dies von sich behaupten können. Ein besonderes Lob
erhielt die Klassenlehrerin Andrea Schnieder sowie Konrektor Thorsten Meier, die nicht nur
die Schülerinnen und Schüler aktiv begleiteten, sondern auch zum Gelingen des ganzen
Projektes maßgeblich beigetragen haben.
Projektkoordinator Johannes Mehles und die vielen Ausbilder und Lehrkräfte im bebiz sind
sehr freundlich und können gut erklären, waren sich die Schüler einig. Abschließend gab`s
noch wichtige Tipps zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, deren Unterlagen und zum
Verhalten in Praktika. Im zweiten Schulhalbjahr sammeln die Achtklässler nun weitere
praktische Erfahrungen. Sie hatten sich im Vorfeld bereits in Firmen beworben um dort
Tagespraktika bis zum Ende des laufenden Schuljahres zu absolvieren.
Alle Beteiligten möchten das erfolgreiche Projekt auch im nächsten Jahr fortsetzen. Das
hängt aber davon ab, ob genügend Eltern ihre Kinder für die Ganztagsschule anmelden. Die
Initiatoren hoffen, dass durch das Projekt viele Jungen und Mädchen ihre individuellen
Talente und Vorlieben für ihr späteres Berufsleben gefunden haben. "Denn das Wort Beruf
kommt schließlich von Berufung." Ausführliche Informationen unter: www.bebiz.de