Die beschleunigten medientechnischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben unsere Kommunikationsmöglichkeiten und damit unser Zusammenleben radikal verändert. Vor allem vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und
lebensweltlichen Veränderungen, die sich durch diese Entwicklung bedingt, eingestellt haben und in Zukunft noch weiter verschärfen werden, besteht durchaus der Bedarf, sich mit Fragen der adäquaten Nutzung von Medien zu beschäftigen. Diese Erkenntnis hat sich verbreitet und schließlich zu der gegenwärtigen Konjunktur des Medienkompetenzbegriffs geführt.
Vor dem Hintergrund des beschleunigten Strukturwandels von der Industrie- zur Informationsgesellschaft stellt die Kompetenz im Umgang mit medientechnischen Errungenschaften eine Schlüsselqualifikation dar, die es auf verschiedenen Ebenen zu fördern gilt.
Wir verstehen Medienkompetenz als Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung und Gestaltung von und mit Medien.
Medienkunde beinhaltet das Wissen um die heutigen Medien (insbesondere IT-Medien), ihre Struktur und ihre Entstehung. Diese informative Dimension ist die eine Seite der Medienkunde. Hinzu kommt noch die instrumentell-qualifikatorische Dimension, also Geräte und Medien bedienen zu können.
Medienkritik umfasst drei Aspekte. Erstens die analytische Dimension, sie soll die gesellschaftlichen Prozesse erfassen. Zweitens die reflexive Dimension gegenüber sich selbst und drittens die ethische Dimension, welche die soziale Verantwortung mit einbezieht.
Mediennutzung beinhaltet die kreative Dimension, das Erstellen und Gestalten von eigenen Produkten sowie ihre Weiterentwicklung (z.B. eigene Homepage gestalten).
Die Vermittlung von Medienkompetenz findet im berufsbildungszentrum Bitburg-Prüm möglichst handlungsbezogen statt, z.B. über Projekte.